Der Erzbergbau , der in Gutmadingen ab dem 18 Jahrhundert betrieben wurde, gibt den Loräbieschtern ihren Namen.
Loren wurden im Bergwerk als Transportmittel verwendet. Dieses wichtige technische Hilfsmittel wurden über Seilwinden und sogar von Hand durch die Stollen bewegt, um das Erz ans Tageslicht zu fördern.
Im 18. Jahrhundert waren die Arbeitsbedingungen unter Tage verheerend. Sauerstoffmangel, Wassereinbrüche und einstürzende Stollenbereiche waren allgegenwärtige Gefahren die unzählige Menschenleben forderten.
Der Bergbau wurde in Gutmadingen bis ins 20.Jahrhundert aufrecht erhalten. Die Erzvorkommen, die seit jeher nicht üppig waren, wurden in den vierziger-Jahren endgültig aufgebraucht und der Betrieb eingestellt.

Die Loräbieschter beziehen sich in ihrem "Häs" auf die Elemete des Bergbaus. Schwarz steht für die Dunkelheit im Stollen. Die blauen Bereiche sowie die Farbe der Maske soll das Eisenerz symbolisieren. Die Ketten am Schulterpanzer zeigen die Hilfsmittel mit denen die Loren im Stollen bewegt wurden.

- Die Loräbieschter möchten mit ihrem Häs somit an die Zeit des Gutmadinger Bergbaus erinnern.-

Das Kostüm der Loräbieschter kann zwar nicht mit einer langen Tradition aufwarten, jedoch sind die technischen Details bemerkenswert.
Das gesamte Kostüm besteht aus Wolle, und zwar aus einzelnen Wollfäden, die nebeneinander genäht, eine Fellbedeckung ergeben. Würde man alle Wollfäden eines Kostüms aneinander reihen, so entstünde ein insgesamt ca 40 km langer, blau-schwarzer Faden.
Des weiteren trägt jedes Loräbiescht um die 8 Meter massive Stahlkette mit sich herum. Die Stahlkette dient als Schnürung die den Schulterpanzer und den Gürtel miteinander verbindet.
Der Schulterpanzer und der Gürtel sind aus 4 mm starkem Rindsleder gefertigt. Somit ist das Gewand der Loräbieschter äußerst robust.
Eine kleine Schwäche des Kostüms ist ein gelegentlicher "Haarausfall". Diesem Umstand ist zu verdanken, dass die Loräbieschter überall wo sie auftauchen, einen bleibenden "haarigen" Eindruck hinterlassen.